"Ich möchte endlich rauchfrei werden!" Diesen Wunsch haben viele Raucher und wählen immer mehr den Weg der Hypnose.
Das ist eine gute Entscheidung und viele tausende Menschen haben mittels Unterstützung der Hypnose das Rauchen beenden können.
Um den zukünftigen Nichtraucher bestmöglichst unterstützen zu können, ist es erforderlich, die unterschiedlichen Motive des Rauchers, sein persönliches Umfeld und sein ganz individuelles Rauchverhalten zu analysieren und mit in die Behandlung einfließen zu lassen.
Hier erkläre ich, wie ich mit den Unterschieden umgehe, damit der Raucher an sein ganz persönliches Ziel kommt.
Ohne Annamese geht es nicht!
Da jeder Mensch einzigartig ist, ist es unbedingt erforderlich, das Rauchverhalten, das persönliche Umfeld und die Motive zu klären.
Wieviel wird geraucht? Wann und wo am meisten? Welche Zigarette ist die wichtigste? Ging es auch schon einmal ohne? Welche Situationen sind besonders mit dem Rauchen verknüpft? Gibt es Besonderheiten? Wie ist die gesundheitliche Situation? Gibt es Gründe, die gegen eine Hypnose sprechen?
Das und noch mehr wird erfragt. Um dann die passende Hypnose-Methode zu wählen.
Den Rauchertypus verstehen
Durch die ausführliche Annamnese wird der Rauchertypus klarer um dann die passende Hypnose wählen zu können.
Ist es der Wunsch des Rauchers aufzuhören oder "muß" er, weil der Arzt ihm die Pistole auf die Brust gesetzt hat um weitere gesundheitliche Folgen zu vermeiden?
War der Raucher schon einmal rauchfrei und ist durch bestimmte Umstände rückfällig geworden?
Wie wird er getriggert? Müssen ggf. vorher andere Blockaden gelöst werden? In welcher Lebensphase befindet sich der Raucher? U.U. ist eine Rauchentwöhnung in der momentanen Lebensphase nicht empfehlenswert.
So können sich neben der Mehrheit der "normalen Raucher" auch besondere Rauchertypen herauskristallisieren:
Der Genußraucher
Darunter verstehen wir die Menschen, die ihre Abhängigkeit nicht als Sucht sehen, sondern als bewußte Entscheidung für "Genuß" oder "Lebensqualität".
Diese Menschen verbinden das Rauchen meist mit schönen Dingen wie die Zigarette beim Wein oder einem guten Essen. Sie haben die Sorge, dass sie in der neuen Rauchfreiheit keine "vermeintlichen" Genußmomente mehr empfinden können.
Hier ist es erforderlich, die Verknüpfung im Inneren "Genuß = Zigarette" aufzulösen und Alternativen anzubieten. Dabei soll es nicht darum gehen "etwas weg zu nehmen" sondern Genuß intensiver wahrnehmen zu können ohne zu rauchen.
Der Stressraucher
Für Stressraucher ist eine Zigarette DAS Ventil um runterzukommen und den Stress loszulassen. Bei ihnen ist die Zigarette eine gelernte und tief verankerte Bewältigungsstrategie.
Auch hier ist es wichtig, die Kopplung "Stress = Zigarette" aufzulösen und dem Klienten für seinen Stress andere Bewältigungsstrategien anzubieten, die gesünder und hilfreicher sind.
Raucher, die aufhören müssen
Diese Gruppe ist in der Regel die anspruchvollste. Hier ist es nicht der eigene Wunsch rauchfrei zu werden, sondern der Druck kommt von außen. Sei es, dass ein Krankenhausaufenthalt oder eine REHA ansteht (wo nicht geraucht werden darf) oder auf ärztliche Anordnung.
Manchmal kommt der Druck auch aus der Familie, da darf eine rauchende Oma nicht zum Enkelkind oder der Partner droht mit Trennung.
Der Raucher selbst "will gar nicht aufhören". Hier ist es wünschenswert, die innere Akzeptanz anzustreben weg vom Zwang hin zu den positiven Aspekten: eine bewußte Wahl zur Gesundheit und zur Selbstbestimmung.
Der Gewohnheitsraucher
Gewohnheitsraucher sind die, die aus Routine rauchen. Die Zigarette ist zum Automatismus geworden oder es wird aus Langeweile geraucht. Oft werden Zigaretten gar nicht zuende geraucht.
Die Zigarette ist fester Bestandteil im Alltag ohne dass ein "Bedürfnis" dahinter zu stehen scheint.
Die Hypnose versucht hier die Verhaltensketten bewußt zu machen und die Rituale durch Alternativen zu ersetzen.
Der "soziale" Raucher
Diese Gruppe raucht im Alltag wenig bis gar nicht. Auf Festen, Parties, bei Raucherpausen mit Kollegen oder abends mit Freunden / Kollegen ist die Zigarette jedoch wichtiger Bestandteil zur "Zugehörigkeit".
Hier ist es sinnvoll, die Kopplung "Zigarette = Geselligkeit" aufzulösen, so dass sich derjenige auch ohne zu Rauchen in der Gruppe wohlfühlt.
Der starke Raucher
Bei starken Rauchern, die mehr als 20 Zigaretten pro Tag konsumieren, kann es hilfreich sein Nikotin-Ersatz-Präparate (NEP´s) zu Hilfe zu nehmen um eventuelle Entzugserscheinungen abzumildern, die eventuell den Erfolg der Behandlung boykottieren können. Es gibt verschiedene NEP´s. Bei allen gilt: nach erfolgreicher Beendigung des Rauchens werden die NEP´s wieder "ausgeschlichen", also sukzessive immer weniger genommen, bis sie ganz weggelassen werden können.
Dabei kann die Hypnose ebenfalls gut unterstützen.
Der "Rückfaller"
Ein Rückfall kann oft durch besonders stressige Lebensumstände ausgelöst werden: Ein Autounfall, ein Trauerfall, Trennung oder manchmal auch ganz menschlicher Leichtsinn. Insbesondere beim Genuß von Alkohol.
Leider ist das Suchtgedächtnis auch noch nach vielen Jahren Abstinenz aktiv und es kann eine Zigarette genügen um es zu aktivieren und der Mensch ist ganz schnell wieder Raucher wie vorher.
Viele dieser Menschen haben dann das Gefühl versagt zu haben, schämen sich oder fühlen sich schlecht oder denken, bei ihnen "klappe es nicht".
Aber die gute Nachricht ist: auch ein erneutes Rauchen kann wieder aufgegeben werden! Wir analysieren die Situation, die zum Rückfall geführt hat und versuchen Widerstandskräfte für diese und andere Situationen aufzubauen. Das Selbstvertrauen kann wieder gestärkt werden und der Rückfall kann als Lernerfahrung und zur Vermeidung zukünftiger Risiken genutzt werden.
Hier ist es sehr wünschenswert: Kommen Sie umgehend! Nicht erst warten, in der Hoffnung, Sie schaffen es allein. Je eher Sie kommen, desto weniger kann sich das neue Rauchverhalten wieder manifestieren.
Die Behandlung
Die Rauchentwöhnung durch Hypnose besteht bei mir in der Regel aus einem Paket von zwei einzelnen Sitzungen (eine Hauptsitzung von ca. 90 - 120 Minuten sowie einer Folgesitzung von ca. 60 Minuten). Die Sitzungen sollten möglichst im Abstand von ca. 8 bis 10 Tagen stattfinden.
Darüber hinaus gehört eine Audiodatei zur Vorbereitung der Rauchfrei-Hypnosesitzung dazu und eine weitere Audiodatei zur Vertiefung der Hypnose.
Manchmal besteht der Wunsch für eine weitere Betreuung des neuen Nichtrauchers um die Ergebnisse zu stabilisieren oder auch andere Themen angehen zu wollen. Das ist kein Problem.
Weitere Infos und Behandlungspreise finden Sie hier.
Rauchfrei mit Hypnose super online möglich
Die Hypnose zur Rauchentwöhnung kann auch sehr gut online stattfinden. Bequem vom heimischen Sofa aus. Ideal für Menschen, die Anfahrtswege und Zeit sparen möchten oder nicht mobil sind. Wie das geht können Sie hier nachlesen.
Sprechen Sie mich bei Fragen gern an oder schreiben mir eine Email.

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